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Argentinien: Krise(n) ohne Ende?

Internazionalismoa  |

Ernesto Bachi , 22.10.2008 23:32

Antonio Gramsci: " ... Die Krise spiegelt die Tatsache wieder, dass wenn der alte Mann stirbt er ja nicht wieder geboren werden kann. ... "
Gramci: "la crisis consiste en el hecho de que lo viejo muere y lo nuevo no puede nacer"
Die ehemalige "Kornkammer der Welt" und heute noch einer der wichtigsten Exporteure von Agrarprodukten und Rindfleisch sieht sich gezwungen, den Notstand für Nahrungsmittel aufzurufen. Das Land ist bankrott und hat bereits das größte Schuldenmoratorium in der Geschichte der Weltwirtschaft erklärt. Brotaufstände von verarmten und vom Arbeitsprozess marginalisierten Bevölkerungsteilen sowie andauernde Demonstrationen der verarmten Mittelschichten ("Cacerolazos") und eine herrschende Oligarchie, deren Regierungen mit ihrem neoliberalen Latein am Ende ist, kennzeichnen das Bild Argentiniens Anfang des Jahres 2002. Weder für populistische Versprechungen noch für einen weiteren Ausverkauf des nationalen Vermögens stehen den Herrschenden in Argentinien politische Mittel zur Verfügung. ....

Argentinien: Krise(n) ohne Ende ....


Der IWF und die OECD - Regierungen haben ihrem einstigen Musterschüler den Rücken gekehrt und agieren, als ob sie mit dieser Krise nichts zu tun hätten. Sie verlangen von der argentinischen Regierung ein "kohärentes Wirtschaftsprogramm", was in der Sprache des IWF nicht anderes heißt als: Die argentinische Bevölkerung soll wieder die Zeche zahlen, während die internationalen und argentinischen Kapitalspekulanten und ihre Banken ungeschoren davon kommen. Der Umgang mit der internationalen Gemeinschaft mit der Krise lässt vermuten, daß Argentinien z.Z. ein Versuchskaninchen des IWF und der G-7-Länder ist: Um die Leidensgrenzen der "emerging Markets" zu testen, werden sie die ganze Last der Krise auf den Rücken der übrig gebliebenen Lohnabhängigen und der verarmten Mittelschichten austragen lassen, ohne die wohl so unwirksam wie ungeliebt gewordenen Stützungskredite des IWF wie seinerzeit in Mexico '95, Asien '98 und Russland '99 einzusetzen. Einmal mehr sehen die Herren der Welt keinen Anlass, die internationale Finanzarchitektur zu verändern, internationale Kapitalkontrollen einzuführen und die untragbaren Schulden von Entwicklungsländern in einem geordneten fairen und transparenten Verfahren zu erlassen. ....  http://www.hackemesser.de/Argentinien.html
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ATTAC: Strukturanpassungsprogramme und Gläubigerschutz führen zu Bürgerkrieg .... Die Unruhen und der nun verhängte Ausnahmezustand in Argentinien machen zum wiederholten Mal die vollkommen verfehlte Politik des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank deutlich.
"In einer derartigen Wirtschaftskrise Argentinien zu rigorosen Sparprogrammen zu zwingen, damit die Glääubiger weiter großzügig bedient werden können, ist ein terroristischer Akt gegen die Argentinische Bevölkerung", meint Bernhard Obermayr, Sprecher von ATTAC Österreich.
Erfreulich ist jedenfalls, dass mit Wirtschaftsminister Domingo Cavallo der Politiker zurücktreten musste, dessen kriminelle Machenschaften als Zentralbankchef in den 70er Jahren zentral für die argentinische Schuldenkrise verantwortlich sind. Die internationalen Finanzinstitutionen müssen gegenüber Argentinien eine neue Politik einschlagen, wenn sie nicht die Verantwortung für einen Bürgerkrieg übernehmen wollen.
"Argentinien ist längst zahlungsunfähig. Dies muss jetzt auch einmal der IWF akzeptieren und ein weitgehendes Entschuldungsprogramm einleiten und langfristig die Weichen für ein internationales Insolvenzrecht stellen", analysiert die Entschuldungsexpertin von ATTAC, Cornelia Staritz.
"In diesem Sinn ist die gegenwärtige Krise sogar eine Chance, auch wenn es höchst fraglich ist ob der IWF und Weltbank sie ergreifen", so Staritz abschließend. ....  http://www.attac.at/1373.html
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> Continente Rebelde - Alternativen zum Neoliberalismus Attac Lateinamerika-Kongress, 31. Oktober bis 2. November 2008 in Mannheim <

In Lateinamerika ist in den vergangenen Jahren viel in Bewegung geraten. Ansätze partizipativer Demokratie wie die neuen Verfassungen und partizipative Haushalte, Projekte Solidarischer Ökonomie wie selbstverwaltete Betriebe, Alternative Medien wie Basisradios und der Fernsehsender TeleSur, die Rücknahme von Privatisierungen, Landreformen, Bildungs- und Gesundheitsreformen zum Wohle der Bevölkerung, neue Wege ökologischer Nachhaltigkeit, internationale, emanzipatorische Projekte wie ALBA und die Bank des Südens, die Alternativen zu Freihandel und globalen Institutionen wie IWF und Weltbank darstellen, sind auch das Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten sozialer Bewegungen und haben diesen gleichzeitig neuen Auftrieb gegeben.  http://www.attac-netzwerk.de/ag-lateinamerika/kongress-2008/

... Informaciónes en espanol  http://www.attac-netzwerk.de/ag-lateinamerika/kongress-2008/espanol/
... informations in english  http://www.attac-netzwerk.de/ag-lateinamerika/kongress-2008/english/
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Neue Argentinienkrise? Der argentinische Aktienindex MERVAL verliert allein heute 17 %, so viel wie seit 1988 nicht mehr. In 3 Tagen verlor er sogar 24 %. Die Kapitalmarktzinsen explodieren. Nationalisierungspläne der Regierung setzen die Anleger in Panik. Die Krise an den internationalen Finanz- und Kreditmärkten hinterlässt in einigen Schwellenländern besonders harte Spuren. Dazu zählt momentan vor allem Argentinien. Die Börsenkurse befanden sich schon seit Woche auf Talfahrt. Internationale Anleger zogen ihr Geld aus sämtlichen Schwellenländermärkten ab, Argentinien eingeschlossen. Cash ist King sagen sich viele Investoren aber Cash ist das, was diesen Ländern permanent fehlt.
 http://www.treasy.com/treasy/news.htn?u=106&sektion=treasy&id=299
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Antonio Gramsci (1891-1937) - Einer der Gründer und führender Theoretiker der KP Italien. Als Literaturstudent in Turin verkehrte er in sozialistischen Zirkeln und trat der Italienischen SP bei. Er verfasste Beiträge für das Parteiblatt (L?Avanti) und gab 1919 mit Togliatti eine eigene Zeitung namens ?L?Ordine Nuovo? heraus. Seit der Gründung der Kommunistischen Partei 1921 war er eines ihrer führenden Mitglieder. Die KP stand zu Beginn unter dem massgeblichen Einfluss von A. Bordiga, bis dieser Führer des rechten Flügels 1924 entmachtet wurde. 1926 stellte sich die Partei auf die Thesen von Gramsci und wählte ihn zum Generalsekretär. Trotz seiner parlamentarischen Immunität wurde Gramsci von der faschistischen Polizei verhaftet und blieb von 1926 bis kurz vor seinem Tod im Kerker. ....  http://www.kommunisten.ch/index.php?article_id=170
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'Der Geist der Wahrheit und der Geist der Freiheit - das sind die Stützen der Gesellschaft.' Henrik Ibsen
 http://www.net-news-global.de/

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